Sturm und Sturmflut auf Norderney: wann, warum, wie stark?
Die Sturmsaison an der Nordsee reicht von Oktober bis März. Dann ziehen Tiefdruckgebiete vom Atlantik über die Nordsee und bringen Norderney Wind aus West bis Nordwest – oft mehrere Tage mit Windstärke 7 bis 9, bei kräftigen Herbst- und Winterstürmen auch Orkanböen. Auf der offenen Insel ohne Abschirmung kommt der Wind ungebremst an; am Weststrand und auf der Promenade spürt man ihn am stärksten.
Zur Sturmflut wird ein Sturm, wenn Wind aus West bis Nordwest das Wasser über Stunden gegen die Küste drückt und das Hochwasser deutlich höher aufläuft als normal. Das BSH spricht ab 1,5 m über dem mittleren Hochwasser von einer Sturmflut, ab 2,5 m von einer schweren und ab 3,5 m von einer sehr schweren Sturmflut. Am Pegel Norderney-Riffgat entspricht das Wasserständen ab 773 cm. Entscheidend ist dabei immer die Zeit um das Hochwasser – bei Niedrigwasser richtet auch starker Wind wenig an.
Für Gäste heißt das: Sturm ist auf Norderney ein Erlebnis, aber kein Grund zur Sorge. Die Insel ist durch Strandmauern, Buhnen und Dünen gesichert, die Fähren fahren meist weiter. Wer bei Sturm unterwegs ist, bleibt auf der oberen Promenade, beachtet Absperrungen und betritt die Dünen nicht. Die aktuelle Lage zeigt diese Seite oben – gemessen, nicht geschätzt.